CLT/HBE-Bauweise
Massivholzbau verständlich: CLT und HBE im Zusammenspiel
Das Bauprojekt in Böen wird in moderner Holzmassivbauweise errichtet. Tragende Wände, Decken und Dächer entstehen aus großformatigen Holzelementen – als CLT-Brettsperrholz (Cross Laminated Timber) und als HBE-Holzmassivbauelemente. Beide Systeme sind statisch hoch belastbar, präzise vorgefertigt und sorgen für ein angenehmes, gesundes Wohnklima.
Was ist CLT?
CLT steht für Cross Laminated Timber, im Deutschen Brettsperrholz (BSP). Mehrere Lagen hochwertiger Nadelholzlamellen werden kreuzweise miteinander verklebt. Das Ergebnis: ein massives, statisch wirksames und gleichzeitig formstabiles Holzelement mit hervorragenden bauphysikalischen Eigenschaften.

Durch den kreuzweisen Aufbau erreicht CLT eine hohe Tragfähigkeit bei vergleichsweise geringem Eigengewicht. Wände, Decken und Dächer können großflächig vorgefertigt und auf der Baustelle in kurzer Zeit präzise montiert werden – mit allen Vorteilen einer trockenen Bauweise.


Was ist HBE?
HBE steht für Holzmassivbauelemente. Es handelt sich um massive Holzbausteine, die nach einem klaren Bausteinprinzip funktionieren: Mit nur einem standardisierten Element entstehen Wände, Decken und Dächer aus Holz.

Die HBE-Elemente werden in einem Rahmen aus Schwellen und aussteifenden Hölzern verschraubt. Lasten werden so elegant über Holzscheiben linear abgeleitet – ohne aufwendige Spezialverbinder.
- • Massive, werthaltige Bauweise mit hoher Formstabilität
- • Vorgefertigte Elemente, kurze Bauzeit durch trockene Montage
- • Geringer Verschnitt, hoher Standardisierungsgrad
- • Staub- und lärmarme Baustelle
- • Natürlicher, klimapositiver Rohstoff (Fichte)
- • Elementstärken von 80 bis 260 mm möglich
Wie ergänzen sich CLT und HBE im Projekt?
Beide Systeme stammen aus der gleichen Bau-Philosophie: Massivholz, hoher Vorfertigungsgrad, einfache und saubere Montage. Im Projekt Böen werden sie so kombiniert, dass Statik, Bauphysik und Wirtschaftlichkeit optimal aufeinander abgestimmt sind.
CLT bringt seine Stärken vor allem dort aus, wo großformatige Scheiben für Statik und Steifigkeit gefragt sind – etwa in tragenden Außenwänden und Geschossdecken.
HBE-Elemente punkten bei kleineren Spannweiten, kurzen Lieferzeiten und einer effizienten Bauteil-Logik nach dem Bausteinprinzip. Beides zusammen ergibt ein durchgängiges Massivholz-Gebäude mit angenehmem Raumklima und hoher Wertbeständigkeit.

Vorteile der CLT/HBE-Bauweise
Klimaschutz
Holz speichert CO₂ langfristig im Gebäude. 1 m³ Holz bindet rund 1 Tonne CO₂ und verbessert die ökologische Bilanz des Bauprojekts.
Bauqualität
CLT-Elemente werden präzise im Werk vorgefertigt. Das verkürzt Montagezeiten und sorgt für saubere, planbare Abläufe auf der Baustelle.
Raumklima
Massivholz unterstützt eine angenehme Feuchtigkeitsregulierung und schafft zusammen mit moderner Haustechnik ein gesundes Wohnumfeld.
Effizienz
Die Bauweise harmoniert mit Wärmepumpe, Lüftung und hochwertiger Hülle. So entstehen geringe Betriebskosten und hoher Wohnkomfort.
Massivholzbau im Vergleich zur konventionellen Bauweise
So lässt sich die Bauweise praktisch einordnen.
| Kriterium | CLT/HBE-Massivholzbau | Konventionell |
|---|---|---|
| CO₂-Bilanz | CO₂-Speicher, nachwachsender Baustoff | höherer Materialfußabdruck |
| Bauzeit | 30–40 % schneller durch Vorfertigung | klassische Ausführung mit längerer Bauzeit |
| Raumklima | natürliche Regulierung | neutral |
| Wärmedämmung | sehr gut im Gesamtsystem | gut |
| Flexibilität | großformatige oder modulare Elemente | stärker gewerkeabhängig |
